Arbeitssituation in Zeiten der COVID-19-Pandemie

9. April, 2020

Netigate-Studie zeigt: Über die Hälfte der Angestellten arbeitet noch im Büro

Frankfurt am Main, 07. April 2020 – Netigate, einer der führenden europäischen Anbieter für Online-Umfragen und Feedback-Management, hat Arbeitnehmer zu ihrer „Arbeitssituation in Zeiten der COVID-19-Pandemie“ befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass über die Hälfte der deutschen Angestellten (54 Prozent) an ihrem gewohnten Arbeitsplatz im Büro arbeiten, obwohl die Bundesregierung empfohlen hat, dass Personen, die von zuhause aus arbeiten können, dies auch tun sollten.

Lediglich 27 Prozent der Befragten gaben an, vom Home-Office aus zu arbeiten und 19 Prozent arbeiten derzeit sowohl von zuhause als auch vom Büro aus. Die Ergebnisse verwundern, da Home-Office in vielen deutschen Unternehmen längst zu einem gefragten Angebot gehört.

Arbeitssituation Covid-19-Pandemie

Aktuelle Arbeitssituation

Unabhängig davon, ob von zuhause aus oder im Büro gearbeitet wird, fühlen sich die Arbeitnehmer in Deutschland, mit Blick auf ihre aktuelle Arbeitssituation, gut aufgestellt. So gab der Großteil an (87 Prozent), ihre Arbeitsaufgaben während der Krise genau zu kennen. Nur elf Prozent hingegen, fühlen sich nicht ausreichend über die aktuellen Abläufe in ihrer Organisation informiert. Die Arbeitsproduktivität im Home-Office wird von den Arbeitnehmern insgesamt positiv bewertet. So haben 81 Prozent der Beschäftigten im Home-Office einen bestimmten Arbeitsplatz, an dem sie effizient arbeiten können. Hingegen gaben elf Prozent an, zu Hause nicht so effizient arbeiten zu können wie an ihrem üblichen Arbeitsplatz. Arbeitnehmer mit Kindern merkten häufiger an, dass ihnen im Home-Office die „Ruhe“ fehle, um ihre Arbeit effizient auszuführen, da die Kinder zurzeit ebenfalls zuhause sind und Unterstützung benötigen.

Die Arbeitnehmer zeigen sich mehrheitlich zufrieden mit dem Agieren ihres Arbeitgebers in der aktuellen Situation. 74 Prozent der Beschäftigten gaben an, von ihrem Arbeitgeber klare Richtlinien im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie erhalten zu haben. Nur zwölf Prozent dagegen sind nicht zufrieden.

Sorgen und Unsicherheit

Sorgen und Unsicherheiten bestehen bei den Arbeitnehmern vor allem hinsichtlich ihrer beruflichen und finanziellen Zukunft. Laut der Netigate-Studie haben Beschäftigte die größten Sorgen hinsichtlich finanzieller Verluste des Arbeitgebers, des Wegfalls von Kunden und Aufträgen, des Einflusses behördlicher Entscheidungen auf die Arbeitstätigkeit und selbstverständlich des Verlusts der eigenen Arbeitsstelle. Einige Arbeitnehmer haben kundgetan, dass für sie unklar ist, wie es im eigenen Unternehmen weitergeht. Hier wurden Aspekte wie Kurzarbeit und der Umgang mit laufenden Projekten genannt. Insgesamt fühlt sich jedoch eine große Mehrheit von 93 Prozent der Befragten gut über interne Prozesse informiert.

 

Arbeitgeber Covid-19-Pandemie

 

Die Arbeitsmotivation korreliert mit der kontinuierlichen Kommunikation

Auf die offene Frage, was den Arbeitnehmern beim Arbeiten vom Home-Office aus am meisten fehlt, wurden vor allem verschiedene Softwareanwendungen, das Arbeitsnetzwerk, schnelles Internet sowie technisches Arbeitsmaterial wie Drucker oder Monitore genannt. Auch ergonomisches Arbeitsmaterial wie ein Bürostuhl oder größerer Bildschirm wurden angegeben. Alles in allem wird deutlich, dass vielen Beschäftigten vor allem der Kontakt zu den Arbeitskollegen fehlt. Teamwork und der tägliche Austausch mit den Kollegen, wurde vom Großteil der Befragten genannt. Experten sind sich einig, dass ein kontinuierlicher Austausch mit den Mitarbeitern wichtig ist, um deren Arbeitsmotivation auch im Home-Office zu fördern.

Die von Netigate im Frühjahr 2020 durchgeführte Studie untersucht die Meinung von Arbeitnehmern zur aktuellen Arbeitssituation in deutschen Unternehmen während Corona. Die Antworten der Teilnehmer zeigen Aspekte, die Unternehmen in Zukunft konkret berücksichtigen müssen, um ihre Mitarbeiter zu motivieren und um ihre Loyalität zum Unternehmen aufrecht zu erhalten. Kommunikation, Koordination und klare Prozesse sind wichtig, damit Arbeitnehmer von zuhause aus genauso gut arbeiten können wie im klassischen Büro. Ein kontinuierlicher Austausch ist wichtig, um auf dem Laufenden zu bleiben, Ideen untereinander zu teilen und Projekte gemeinsam voranzubringen.

 

Über diese Studie

Für die Panelstudie „Arbeitssituation in Zeiten der COVID-19-Pandemie“ beantworteten 573 Personen vom 20. bis zum 26. März einen Online-Fragebogen von Netigate. Alle Teilnehmer waren Angestellte in Voll- oder Teilzeitbeschäftigungen. 73 Prozent der Befragten waren einfache Beschäftigte und 27 Prozent hatten Führungsverantwortung. Die Befragten stammten aus Unternehmen verschiedener Größen und Branchen.

 

Über Netigate

Netigate ist einer der führenden europäischen Anbieter webbasierter Lösungen für Online-Befragungen und Feedback-Management – vorrangig in den Bereichen Kundenbefragungen, Mitarbeiterfeedback und Marktforschung. Das SaaS Unternehmen wurde 2005 in Stockholm, Schweden gegründet und besitzt Niederlassungen in Frankfurt am Main und Oslo. Heute gehören internationale Unternehmen aller Größen und Branchen, wie Spotify, DB Schenker, Vodafone, Continental und EnBW, zum Kundenstamm von Netigate.

Um mehr über Netigate zu erfahren, besuchen Sie die Webseite www.netigate.net/de oder folgen Sie dem Unternehmen auf LinkedIn.

Pressekontakt

Caroline Trossen
caroline.trossen@netigate.de