Netigate Studie: Jede*r Dritte würde für eine Home-Office-Option auf Gehalt verzichten

25. Januar, 2021

Frankfurt am Main, 25. Januar 2021 – Netigate, einer der führenden europäischen Anbieter für Feedback-Management, hat 1.000 Arbeitnehmer*innen in Deutschland zu ihrer Home-Office-Situation – in Zeiten der Corona-Krise – befragt. Ziel der Umfrage war es, aus den Ergebnissen Empfehlungen für Unternehmen, im Umgang mit mobilem Arbeiten, abzuleiten.

Zu den neuen, am vergangenen Dienstag von Bund und Ländern beschlossenen, Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung gehört auch, das Arbeiten im Home-Office zu ermöglichen. Während Arbeitgeber*innen den Beschluss kritisch diskutieren, wird die Arbeit von zu Hause aus laut der aktuellen Netigate-Umfrage von Arbeitnehmern*innen sehr geschätzt. Insgesamt waren während des Lockdowns 48 Prozent zumindest teilweise von zu Hause aus tätig – 19 Prozent davon sogar ausschließlich. 71 Prozent dieser Umfrageteilnehmer*innen geben an, gerne im Home-Office zu arbeiten. Unter Beschäftigten, die zu Hause über einen fest eingerichteten Arbeitsplatz verfügen, ist der Anteil sogar noch höher.

Die Grenze zwischen Arbeits- und Privatleben verschwimmt

Die Studienergebnisse zeigen, dass das Arbeiten von zu Hause aus sehr unterschiedliche Effekte haben kann. Jede*r Vierte gibt an, im Home-Office mehr Stunden zu arbeiten als im klassischen Büro; ebenso viele Beschäftigte berichten das Gegenteil. Besonders unter Führungskräften führt die unklare Grenze zwischen Arbeits- und Lebensraum häufig zu Überstunden.

Trotzdem scheint durch die eingesparte Pendelzeit das Stress-Level im Home-Office niedriger zu sein. Im Vergleich zu Arbeitnehmer*innen, die ausschließlich vom üblichen Arbeitsplatz aus tätig sind, verspüren Beschäftigte im Home-Office nach der Arbeit eher noch Energie, sich anderen Aktivitäten zu widmen.

Flexibles Arbeiten ist Geld wert

Für die Zukunft wünschen sich 60 Prozent der Beschäftigten, zumindest teilweise im Home-Office zu arbeiten; 16 Prozent würden gerne komplett darauf umsteigen. Jede*r Dritte wäre sogar bereit, für eine verstärkte Möglichkeit zum Home-Office auf einen Teil des Gehalts zu verzichten.

 

Gehalt vs. Home-Office Netigate

Quelle: Netigate 2021.

 

Die individuelle Präferenz hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. So gaben Personen mit langen Fahrtwegen zur Arbeitsstelle eher an, auch nach Ende der Pandemie im Home-Office arbeiten zu wollen als Personen, die weniger als 30 Minuten pendeln. Ebenso äußerten Beschäftigte, deren Partner*in auch von zu Hause arbeitet, verstärkt den Wunsch nach Home-Office. Überraschenderweise zeigt sich kein Unterschied zwischen Arbeitnehmer*innen mit Kindern und Kinderlosen hinsichtlich der Wünsche zur künftigen Home-Office-Option. Das Alter der Beschäftigten hat jedoch einen deutlichen Einfluss: Unter älteren Arbeitnehmer*innen herrscht der Wunsch vor, künftig wieder ausschließlich vom Büro aus tätig zu sein.

 

Zukunftswünsche home-office netigate

Quelle: Netigate 2021.

 

Flexibles Arbeiten als neue Normalität?

Für viele Arbeitnehmer*innen wird sich der Wunsch nach mobilem Arbeiten in Zukunft jedoch nicht erfüllen. Während Branchen wie IT, Finanz- und Versicherungswesen, Consulting sowie Medien und Kommunikation während der Pandemie vermehrt Optionen für flexibles Arbeiten bieten, besteht diese Möglichkeit erwartungsgemäß kaum im Gesundheits- und Sozialwesen oder in der Industrie.

Unternehmen, deren Tätigkeit mobiles Arbeiten nicht per se ausschließt, sollten diese Möglichkeit allerdings abwägen. Arbeitnehmer*innen, denen das Home-Office trotz geeigneter Aufgaben verwehrt wird, zeigen sich, laut der Netigate-Studie, nicht nur unzufriedener und skeptischer, was die Entwicklung ihres Arbeitgebers angeht, sondern sind auch weniger gewillt, diesen weiterzuempfehlen.

„Die Studienergebnisse zeigen, wie wichtig ein Home-Office-Angebot ist, um langfristig als Arbeitgeber*in attraktiv zu bleiben. Es geht darum, Akzeptanz auf Führungsebene und feste Strukturen zu schaffen sowie das soziale Arbeitsleben auf Distanz zu stärken.“, sagt Studienleiterin Laura Rudolph, Head of Operations Professional Services DACH bei Netigate. „Nur Unternehmen, die sich diesen Herausforderungen stellen, werden auch künftig hoch engagierte Mitarbeiter*innen binden können.“, fährt sie fort. So werden Unternehmen in Deutschland neue flexible Arbeitsformen entwickeln müssen, um den Arbeitsplatz der Zukunft zu gestalten.

 

Über diese Studie

Für die Panelstudie zum Arbeiten während der Corona-Pandemie beantworteten 1.000 zufällig ausgewählte Personen in Deutschland, zwischen dem 10. Und 18. November 2020, einen Online-Fragebogen von Netigate. Die Teilnehmer*innen waren zu 53 Prozent Männer und zu 47 Prozent Frauen. Alle Befragten waren zum Erhebungszeitpunkt in Voll- oder Teilzeit angestellt und verteilen sich auf ein breites Spektrum an Branchen.

 

Über Netigate

Netigate ist einer der führenden europäischen Anbieter webbasierter Lösungen für Online-Befragungen und Feedback-Management – vorrangig in den Bereichen Kundenbefragungen, Mitarbeiterfeedback und Marktforschung. Das SaaS Unternehmen wurde 2005 in Stockholm, Schweden gegründet und besitzt Niederlassungen in Frankfurt am Main und Oslo. Heute gehören internationale Unternehmen aller Größen und Branchen, wie Spotify, DB Schenker, Vodafone, Continental und EnBW, zum Kundenstamm von Netigate.

Um mehr über Netigate zu erfahren, besuchen Sie die Webseite www.netigate.net/de oder folgen Sie dem Unternehmen auf LinkedIn.

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