Die meisten Manager machen jedes Jahr eine Bewertung ihrer Mitarbeiter. Auch die Manager selbst werden von ihren Vorgesetzten bewertet.  Sie werden vermutlich ebenfalls regelmäßig evaluiert und sind ganz vertraut mit diesem Konzept. Diese jährliche Überprüfung enthält Feedback aus nur einer Perspektive: von dem Vorgesetzten des Mitarbeiters. Eine standardmäßige Job-Review konzentriert sich hauptsächlich auf die Arbeitsleistung einer Person und nicht viel mehr als das. Ein 360-Grad-Feedback hingegen überprüft nicht Ihre Performance; es überprüft Sie selbst. Dieses Feedback-Tool ist entworfen, um jeden – vom wichtigen Geschäftsführer über die Personen an der Rezeption bis zum Lagerarbeiter zu verbessern und ihre beruflichen Fähigkeiten zu entwickeln.

Das 360 Feedback ist sehr persönlich, was es sehr mächtig macht.

360 grad feedback

In einer 360 Grad Umfrage bekommen Sie die Perspektiven von 8-12 verschiedenen Menschen um Sie herum, wie Ihre Manager und Peers und sie berücksichtigt direkte Berichte über Ihre Teamarbeit, Kommunikation, Führungs- und Managementfähigkeiten. Ihre Rezensenten werden gebeten, eine Anzahl von 360-Grad-Feedback Fragen zu Ihren beruflichen Fähigkeiten und Auswirkungen auf das Team zu beantworten. Das Ziel ist es, Feedback zu sammeln, das Ihnen hilft, sich zu verbessern und zu entwickeln. Natürlich sind die Fragen zu Ihren direkten Kollegen etwas anders gestellt als die, die Ihren Manager gefragt werden, da sie unterschiedliche Beziehungen zu Ihnen haben.

Also, welche Art von Fragen stellen Sie in einer 360-Grad-Feedback-Umfrage? Im Allgemeinen umfasst sie Fragen wie:

 Führungsverhalten: Demonstriert der Mitarbeiter Führungsqualitäten? Wenn ja, wie trägt er / sie positiv zu der Führung bei? Wenn nicht, was muss verbessert werden?

 Zwischenmenschliche Fähigkeiten: Welche zwischenmenschlichen Fähigkeiten werden in der Teamarbeit demonstriert? Erfahrene Probleme bei der Zusammenarbeit? In Ihrer Meinung, wie können die zwischenmenschlichen Fähigkeiten verbessert werden?

 Problemlösung: Werden Probleme effektiv gelöst? Welche Fähigkeiten werden demonstriert und was muss verbessert werden?

 Motivation: Wird der Mitarbeiter bei arbeitsbezogenen Aufgaben und kollegialen Beziehungen als motiviert wahrgenommen? Wie werden Motivation und Engagement gezeigt? Erfahrene Schwierigkeiten mit Mangel an Motivation des Mitarbeiters?

 Effizienz: Dienen die Arbeitsmethoden und Ansätze einer effizienten Erledigung der Arbeit? Was muss verbessert werden?

Dies sind nur einige Beispiel-Fragen, die Sie verwenden könnten, um Ihre eigene 360-Grad-Umfrage vorzubereiten.

 

Mit der kombinierten Perspektive bekommen Sie ein ausgewogenes Feedback, das ein klares Bild über Ihr Verhalten, Ihre Fähigkeiten und Ihren Einfluss verschafft. Die neu gewonnene Einsicht ist an sich bereits wertvoll genug, aber die beste 360-Grad-​​Bewertung kombiniert das Feedback mit Ihren persönlichen und professionellen Zielen, um eine Roadmap für Ihre Weiterbildung und Selbst-Entwicklung zu erstellen – das gilt sowohl für Vorgesetzte als auch Angestellte.

Genau so verhält es sich mit dem 360 Grad Feedback. Statt der subjektiven Meinung eines Managers erhält man Feedback aus den unterschiedlichsten Quellen – Kunden, Kollegen und der eigene Chef geben eine Bewertung ab, die helfen kann subjektive Faktoren zu minimieren. Das ist besonders wichtig, da die berufliche Entwicklung von einer solchen Mitarbeiter Befragung abhängig sein kann. Beim 360 Grad Feedback werden die Leistungen und Verhaltensweisen des Beurteilten realistischer abgebildet und zeigen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten auf. Wo liegen die Stärken eines Managers? Wo die eventuellen Schwächen?

Ein paar Tipps für die erfolgreiche Durchführung von 360 Grad Feedback

  • Alle Feedbackgeber müssen anonym bleiben, nur so gewährleisten Sie, dass die Rückmeldung 100% ehrlich erfolgt
  • Konzentrieren Sie sich auf Verhaltensweisen, nicht die Persönlichkeit
  • Sprechen Sie die Ergebnisse im Team an und lassen Sie Raum für Kritik, nur so gewährleisten Sie langfristiges Vertrauen
  • Stellen Sie sicher, dass alle Erkenntnisse auch in die Personalentwicklung übertragen werden
  • Verknüpfen Sie die Anforderungen im Fragebogen mit Ihren Unternehmenszielen
  • Verzichten Sie in Krisenzeiten auf ein 360 Grad Feedback, vor allem dann, wenn Kündigungen und Umstrukturierungen anstehen

Der Fragebogen spielt eine entscheidende Rolle. Wie bei anderen Befragungen gilt auch beim 360 Grad Feedback – die Qualität der Umfrage entscheidet über die Erkenntnisse, die daraus gewonnen werden können. Mit Netigate erstellen Sie Mitarbeiterbefragungen einfach und schnell und können anschließend die richtigen Entscheidugen treffen.