Wir befinden uns in einer Zeit großer Unsicherheit. Die Welt schaut der Verbreitung des Coronavirus zu, während die meisten Unternehmen alles tun, um ihre Mitarbeiter zu schützen und die Übertragung des Virus zu minimieren. Das Ergebnis davon sind Mitarbeiter, die zunehmend auf Telearbeit und Home Office angewiesen sind. Deshalb sind Koordination und klare Strukturen so wichtig wie nie zuvor. Wir sprechen in diesem Zusammenhang mit Thomas Nyström, CEO von Netigate, darüber, wie er die Führung seiner Mitarbeiter angesichts der jüngsten Ereignisse anpasst.

 

Thomas Nyström VD på Netigate

Wie handhabt Netigate die Kommunikation bezüglich des Coronavirus?

Wir halten unsere Mitarbeiter über verschiedene Kanäle, einschließlich E-Mail und Videokonferenzen, auf dem Laufenden und informieren sie täglich. Die Informationen, die wir austauschen, konzentrieren sich sowohl auf das, was gerade in der Welt geschieht, als auch darauf, wie wir unsere tägliche Arbeit weiterhin bewältigen können.

 

Hat die Telearbeit unter Ihren Mitarbeitern zugenommen?

Das Arbeiten aus dem Home Office hat bei Netigate, seit dem Auftreten des Coronavirus, durchaus an Bedeutung gewonnen. Die wichtigste Priorität ist es, sich gegenseitig zu schützen, und das gilt auch hier im Büro. Wenn einer unserer Mitarbeiter Krankheitssymptome aufweist, sollte er von Zuhause aus arbeiten. Das war natürlich schon immer der Fall, aber jetzt ist es wichtiger denn je. Wir haben auch Maßnahmen ergriffen, um die arbeitstechnische Integration der Mitarbeiter zu regeln, die kürzlich COVID-19-Risikogebiete besucht haben. So können Gespräche über die Arbeit jederzeit von Zuhause aus, zwischen einzelnen Mitarbeitern und ihren unmittelbaren Vorgesetzten, stattfinden.

 

Haben Sie Veränderungen im Kundenverhalten festgestellt?

Tatsächlich haben wir festgestellt, dass die Nutzung unseres Produkts in den letzten Wochen sogar zugenommen hat. Die Netigate-Plattform ist ein Produkt, das viele Personaler und andere wichtige Entscheidungsträger in Unternehmen nutzen, um ihre Mitarbeiter besser zu verstehen. Und gerade im Moment hilft unser Produkt besonders dabei, diese zu analysieren und Feedback zu sammeln. Dieses Feedback kann helfen, sich auf die derzeitige Situation auf die effektivste Weise anzupassen.

 

Haben Sie Tipps für andere Führungskräfte zum Thema Kommunikationsmanagement?

Es ist wichtig, sich über die Richtlinien im Klaren zu sein, die in einem solchen Szenario gelten. Sie sollten jeden Tag aktualisiert werden, wenn sich die äußeren Bedingungen ändern. Darüber hinaus ist es wichtig, dass das Tagesgeschäft zum Wohle des Unternehmens, der Mitarbeiter und der Gesellschaft im Allgemeinen weitergeführt wird. Auch der regelmäßige Kontakt mit den Mitarbeitern ist wichtig. Dies ist der Schlüssel zur Aufrechterhaltung eines Gefühls der Kontinuität – trotz der Unsicherheit, mit der wir derzeit konfrontiert sind. Warten Sie nicht, bis Sie alle Kolleginnen und Kollegen wieder im Büro sind, um Besprechungen abzuhalten, sondern halten Sie sie über Telefon- oder Videoanrufe kontinuierlich auf dem Laufenden.

 

Wie wird sich COVID-19 Ihrer Meinung nach auf die Zukunft
des Arbeitsplatzes auswirken?

Die Auswirkungen des Coronavirus geben uns auf jeden Fall einen Ausblick auf den Arbeitsplatz der Zukunft. Wir sind schon seit langem technisch in der Lage, Mitarbeiter via Telearbeit miteinander zu verknüpfen, aber erst jetzt sehen wir das Ganze in Aktion. Die Umstände sind aktuell nicht schön, aber wir können damit auch erfahren, wie wir alle auf eine digitalere, flexiblere und produktivere Weise arbeiten können.