Von Personen des öffentlichen Lebens initiiert hat sich #metoo wie ein Lauffeuer durch die Gesellschaft, Organisationen sowie Firmenpositionen verbreitet – unabhängig von Industrie und Sektor. Opfer sexueller Belästigung wurden plötzlich ermutigt über Ihre Erfahrungen zu sprechen – das Tabu überwindend. Die internationale Initiative wurde im Deutschen auch als #Aufschrei bekannt.

Doch was genau hat die Betroffenen dazu ermuntert Ihr Schweigen zu brechen? Das Gefühl von Zusammenhalt oder die Chance endlich gehört zu werden? 

Auch Monate nach der aufkommenden Welle hat das Personalwesen lediglich begonnen die Auswirkungen von #metoo zu spüren. Experten sind sich einig, die Kampagne gehört zu einer der einflussreichsten globalen Bewegungen ihrer Art. Es gibt keinen Zweifel daran, dass soziales Wohlbefinden im direkten Zusammenhang mit Motivation und Engagement am Arbeitsplatz verbunden ist. Tatsächlich wird der durch wirtschaftliche Schaden durch Demotivation am Arbeitsplatz als katastrophal eingeschätzt — mit bis zu jährlich 550 Millionen US Dollar. Nun zu den guten Neuigkeiten: Clevere Lösungen helfen Ihnen genau dabei, diese Kosten zu vermeiden.

Wir brauchen besseren Einblick

Das Ausmaβ der #metoo Initiative ist immer noch nicht vollständig erfasst. Laut eines in 2014 veröffentlichten Berichts der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte hat jede zweite Frau mindestens einmal in ihrem Leben sexuelle Belästigung erfahren. Das Ergebnis der Erhebung variiert stark zwischen den EU-Ländern – mit dem gröβten Anteil von 80-100 % der berichteten Fälle in den skandinavischen Staaten Schweden und Dänemark.

Andererseits ist die Anzahl der registrierten Fälle sexueller Belästigung am Arbeitsplatz sehr ungenau: Eine amerikanische Studie lässt zumindest vermuten, dass 25-85% der weiblichen Arbeitskräfte schon einmal von Kollegen belästigt wurden.

Mit dieser Statistik kommen sicherlich viele Fragen auf: Was verstehen Europäer unter dem Begriff „sexuelle Belästigung“? Wie können diese hochsensiblen Angaben gesammelt werden? Welche sind die wohl effektivsten Maβnahmen in der Begrenzung und Vermeidung von sexueller Belästigung? Und vor Allem: Geschieht es in meinem Unternehmen?

Leider lassen es die Zahlen schon vermuten: Wahrscheinlich ja.

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Menschenrechte und die Rolle des Unternehmens

Es steht sicherlich nichts gegen die Annahme, dass das Wohlbefinden eines jedes einzelnen am Arbeitsplatz vorausgesetzt werden muss, um für das gemeinsame Wohl eines Unternehmens arbeiten zu können. Viele Firmen praktizieren daher einen oder mehrere Präventivmaβnahmen:

  • Regelmässige Schulungen
  • Einbindung von Experten und Gewerkschaften
  • Formelle und informelle Berichtserstattung
  • Wahl einer Vertrauensperson

Als ob es noch nicht enttäuschend genug wäre, dass diese Methoden gröβtenteils als ineffektiv erwiesen wurden – es hat sich herausgestellt, dass das Melden von sexueller Belästigung in mindestens 16% der Fälle für die Betroffenen als nachteilig empfunden wurde. Dies erklärt vielleicht, warum viele der Opfer ihre Erfahrungen verschweigen.

Totales Versagen des Personalwesens? Einige Stimmen scheinen sich einig zu sein: Es gibt Hoffnung…

Erkenntnisse sammeln und Möglichkeiten erkennen

Bei sicherlich allen, die sich mit Personalwesen beschäftigen, hat #metoo zunächst Panik ausgelöst. Ist es jedoch sinnvoll die Augen zu verschliessen? Mit groβer Wahrscheinlichkeit, würde dies das Problem nicht lösen. Ganz im Gegenteil, die Thematik ist eine Einladung aus Fehlern zu lernen und gemeinsam zu wachsen. Daher ist es wichtig, den Fakten ins Auge zu schauen und das Thema anzusprechen!

Um Unternehmen bei diesem wichtigen ersten Schritt nach Vorne zu unterstützen hat Netigate im November 2017 eine kostenfreie #metoo Umfrage angeboten. In nur zwei Wochen nutzten 75 Firmen diesen Service von Netigate um sich ein genaues Bild über den Stand von sexueller Belästigung in ihrer Organisation zu verschaffen. Die Umfrage war völlig anonym um alle Teilnehmer zu ehrlichem Feedback zu motivieren.

Was passiert wenn…

… eine solche Studie unerfreuliche Resultate erbringt? Natürlich bedeutet dies, es gibt allerhand zu arbeiten – jedoch sind Sie nun nicht mehr im Unklaren und wissen mehr über die Natur der Problematik. Sie müssen sich jedoch nie „im Stich gelassen“ fühlen. Es gibt Experten, die Ihnen mit Rat und Tat beiseite stehen.

Netigate kann Ihnen dabei helfen Ihre Daten zu analysieren und die Bereiche zu markieren, welche Ihre Aufmerksamkeit am meisten benötigen. So können Sie Ihre Probleme effektiv angehen – mit Fokus auf glückliche und zufriedene Mitarbeiter für eine gesunde Unternehmenskultur.

Kundenzufriendenheits-Umfragen sich jedoch mehr als nur das Sammeln von Daten: Sie sind Teil des Prozesses Bewusstsein zu schaffen und können zusammen mit einer konsequenten Kommunikation gegen sexuelle Belästigung zu erfolgreichem „Employer Branding“ beitragen. Die Auswirkungen von #metoo benötigen sicherlich zeitnahes Agieren. Haben wir Zeit zu warten bis staatliche Richtlinien formuliert wurden? Wenn es jetzt schon ein hilfreiches Tool gibt, warum nicht handeln?