Es gibt sicher genauso viele Definitionen von Führungskompetenz wie Unternehmen auf dem Markt. Obwohl Führungspositionen von vielen als Karriereziel angestrebt werden, können andere wiederum bestätigen, dass es sicherlich kein Kinderspiel ist, hinter dem Steuerrad eines Unternehmens zu sitzen. Es bringt eine Reihe von Verantwortlichkeiten mit sich und die Erwartungen an das Management sind sich keinesfalls am Verringern.

Ganz im Gegenteil, mit kontinuierlich steigendem Druck auf Arbeitskräfte von heute werden keine Rangebenen ausgelassen. Eine der wichtigsten Rollen eines Managers mit Führungskompetenz sollte allerdings die Förderung des Mitarbeiterengagements sein, wenn man dessen Einflusskraft auf die Gesamtleistung des Unternehmens betrachtet.

Bill Gates stellte schon vor Jahren fest: “Wenn wir in das nächste Jahrhundert schauen, werden Führungskräfte diejenigen sein, die andere befähigen.”

Doch was sollte Management und Führungskompetenz heutzutage beinhalten, um Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung zu fördern? Wir haben eine Liste von Verhaltensweisen zusammengestellt, welche sich im heutigen Arbeitsumfeld als essentiell erwiesen haben und die Mitarbeitererfahrung und Führungskompetenz optimieren:

1. Möglichkeiten zu Wachstum und mehr Verantwortung anbieten

Wir führen diesen Punkt bewusst als erstes auf, da sich dieser als einer der stärksten Antriebskräfte von Mitarbeiterengagement herausgestellt hat. Das Vermitteln des Gefühls von Anerkennung und die Möglichkeit, die eigenen Stärken zu entwickeln, ist sehr effektvoll.

Um zu verstehen, wo potentielles Verbesserungspotential besteht und welche Fähigkeiten besonders wichtig sind, sollte der Angestellte deutliches und regelmäβiges Feedback von dem Vorgesetzten erhalten und ggf. ein Entwicklungsplan zusammen ausgearbeitet werden. Sowohl die Organisation als Ganzes wie auch jeder einzelne Angestellte kann durch effiziente Schulungsoptionen profitieren.

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2. Konkrete Anforderungen setzen

Es hat sich erwiesen, dass Mitarbeiter ihre Rolle als Teil des Ganzens sehen können müssen, um motiviert bei der Arbeit zu sein. Das “Du bist Teil unseres Erfolgs”-Gefühl sollte mit dem gemeinsamen Ziel und der Strategie, Mission und Vision in verständlichem Zusammenhang stehen.

Das Formulieren relevanter Leistungsindikatoren (KPIs) vermittelt den Angestellten, was genau von ihnen erwartet wird und hilft ihnen dabei, nicht den Fokus zu verlieren. Es trägt zudem der Zuversicht bei, und dem Gefühl, einen signifikanten Unterschied machen zu können. Es ist hierbei jedoch wichtig, dass die jeweiligen Ziele realistisch gestaltet sind.

3. Eigenständigkeit zulassen und mit effizienten Ressourcen unterstützen

Mikromanagement wird als frustrierend und demotivierend wahrgenommen, und hat ohne Zweifel negativen Einfluss auf das Mitarbeiterengagement.

Geförderte Arbeitsautonomie kann mit höherer Mitarbeiterzufriedenheit assoziiert werden und führt zu einer verbesserten Angestelltenbindung. Eigenständigkeit ist mit dem Gefühl von Verantwortung verbunden – welches wiederum die Arbeit eines Einzelnen als Teil des Ganzen mehr Wichtigkeit verleiht. Um jedoch Erschöpfung und Frustration zu vermeiden, ist es essentiell, Mitarbeitern die notwendigen Ressourcen und Werkzeuge zur Verfügung zu stellen. Erst dann können sie ihre Arbeitsweise optimieren.

4. Belohnung erteilen und Erfolge gemeinsam feiern

Es ist vielleicht einfach nachzuvollziehen, dass Belohnung Motiviation antreibt. Studien bestätigen weiter, dass Anerkennung eine wichtige Rolle in Bezug auf Produktivität spielt. Tatsächlich würden 35% der Angestellten Mangel an Anerkennung als einer der Hauptgründe für weniger Produktivität sehen und es sogar in Betracht ziehen, den Arbeitsplatz zu wechseln.

Wertschätzen von Angestellten zahlt sich aus – regelmäβiges Belohnen und Erfolg gemeinsam feiern ist sicherlich ein wichtiger Punkt in dieser Liste. Soweit machbar, könnte Anreiz in Form von Provision angebracht sein. Dies führt zu mehr Motivation, eigene Erwartungen übertreffen zu wollen.

5. Beziehungen und Kommunikation aufbauen und stärken

Eine intakte Kommunikation ist essentiell für alle Formen von Beziehungen – also auch für die zwischen Management und Mitarbeiter. Wie ein von Harvard publizierter Leitfaden hervorhebt: Um gleichmäβig hohe Produktivität auf täglicher Ebene fördern und sogar antreiben zu könnnen, sollten alle Barrieren beseitigt sein.

Es ist deutlich, dass für den Aufbau und die Stärkung einer Management-Mitarbeiter Beziehung beidseitiges Feedback gegeben sein muss. Neben dem direkten Dialog mit den Mitarbeitern sollte es auch andere Möglichkeiten geben, regelmäβig und anonym Feedback zu sammeln. Umfragen helfen dabei, das Gesamtbild zu sehen und zu verstehen, wo Verbesserungsmaβnahmen eingeleitet werden sollten.

Daten können in verschiedenen Wegen erhalten werden – wie z.B. mit Hilfe eines 360-Grad-Feedback oder Mitarbeiter-Pulsbefragungen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche dieser Methoden in Ihrem Fall angebracht sind, zögern Sie nicht uns anzusprechen.