Sie möchten herausfinden wie hoch das Engagement und die Loyalität Ihrer Mitarbeiter*innen ist, haben jedoch nicht die Ressourcen eine umfangreiche Mitarbeiterbefragung durchzuführen? Dann versuchen Sie es doch mal mit einer eNPS-Befragung! Sie beruht nur auf einer einzigen Frage und ist ohne viel Aufwand erstellt, beantwortet und ausgewertet. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über den Employee Net Promoter Score (eNPS).

eNPS

Was ist der eNPS – Employee Net Promoter Score?

Der eNPS (Employee Net Promoter Score) ist eine Methode zur Messung, wie geneigt Mitarbeiter*innen sind, ihren Arbeitgeber Freunden und Bekannten weiterzuempfehlen. Er eignet sich besonders zur Messung des Mitarbeiterengagements. Damit ist der eNPS eine interne Variante zum bekannten NPS. Der Net Promoter Score (NPS), als Maßstab für Kundenloyalität, basiert auf einer Untersuchungsmethode aus den 1990er Jahren von Fred Reichheld, Bain & Company.

Wie wird der Employee Net Promoter Score gemessen?

Wie der verwandte NPS baut der eNPS auf einer einzigen Frage auf: Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Ihren Arbeitgeber einem Freund oder Familienmitglied empfehlen?“

Zur Beantwortung der Frage steht eine Skala von 0 bis 10 zur Verfügung. Dabei steht 0 für „sehr unwahrscheinlich“ und 10 für „sehr wahrscheinlich“. Basierend auf den Antworten der Teilnehmer*innen auf die eNPS-Frage werden diese in folgende drei Kategorien eingeteilt:

Promotoren (antworten mit 9 oder 10): sind loyal und begeistert und empfehlen ihren Arbeitgeber sehr gerne innerhalb ihres persönlichen Netzwerks weiter.

Passive (antworteten mit 7 oder 8): sind zufriedene Mitarbeiter*innen, die aber nicht sehr engagiert sind und weder gut noch schlecht über ihren Arbeitgeber sprechen.

Detraktoren (antworteten mit 0 bis 6): sind weniger zufrieden. Bei ihnen besteht ein höheres Risiko, dass sie sich negativ über ihren Arbeitgeber äußern.

eNPS

Um den Employee Net Promoter Score zu ermitteln wird der Prozentsatz der Detraktoren von dem der Promotoren abgezogen:

eNPS = Promotoren(%) – Detraktoren(%)

Das Ergebnis liegt zwischen -100 bis 100.


Download: So messen Sie das Mitarbeiterengagement


Was ist ein guter eNPS?

Statistisch gesehen, sollten Sie einen positiven NPS Wert anstreben, also mehr Promotoren als Detraktoren. Je höher über 0, desto loyaler und engagierter sind Ihre Mitarbeiter*innen. Eine 100 ist der bestmögliche Score. In diesem Fall bewerten Sie alle Mitarbeiter*innen mit einer 9 oder 10. Doch perfekte Werte existieren einfach nicht. Ein Wert über 30 ist bemerkenswert. 50 ist exzellent und über 70 ist außergewöhnlich.

Bei Werten unter 0 sollen Sie sich Sorgen machen, denn Sie haben mehr Detraktoren als Promotoren in ihrem Unternehmen. Sie sollten unbedingt Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit einleiten und der Ursache auf den Grund gehen.

Wie können Sie Ihren eNPS verbessern?

Generell bietet sich zur Verbesserung des eNPS an:

  • Neben der Bewertung auch nach dem Grund der gegebenen Antwort zu fragen. So erfahren Sie die Gründe für schlechte sowie gute Bewertungen.
  • Veränderungen im Mitarbeiterengagement, mit Hilfe von Pulsbefragungen, im Zeitverlauf zu betrachten. So lässt sich feststellen, ob und welche verschiedenen Faktoren die Mitarbeiter*innen, beispielsweise innerhalb eines Jahres, beeinflusst haben.
  • Neben der eNPS-Frage auch spezifischere Fragen zur Zufriedenheit Ihrer Belegschaft z.B. zur internen Kommunikation, zur Arbeitsatmosphäre, zu Arbeitsprozessen, zu Weiterbildungsangeboten oder zur Wertschätzung zu stellen.

Gehen Sie in jedem Fall auf die Ergebnisse ein und kommunizieren sie auch an Ihre Mitarbeiter*innen.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Der größte Vorteil des Employee Net Promoter Score ist, dass er es ermöglicht, einen schnellen und einfachen Überblick darüber zu erhalten, wie loyal die Mitarbeiter*innen eines Unternehmens sind. Da immer mehr Unternehmen die Methode nutzen, entwickelt sich der eNPS zudem als gute Benchmark-Möglichkeit. Darüber hinaus ist der eNPS eine hervorragende Maßeinheit, um Veränderungen im Zeitverlauf zu betrachten. So lässt sich feststellen, ob und welche verschiedenen Faktoren die Mitarbeiter*innen, beispielsweise innerhalb eines Jahres, beeinflusst haben.

Die Methode ist wegen des schnellen Formats sehr zeiteffizient und wird aus diesem Grund von Managern und Mitarbeiter*innen gleichermaßen geschätzt. Die Ergebnisse können zudem genutzt werden, um herauszufinden, wie viele Promotoren ein Arbeitgeber hat. Außerdem ist es möglich, mit einer zusätzlichen Frage Antworten darauf zu bekommen, was genau die Mitarbeiter*innen zufrieden macht. Auf Basis der Ergebnisse können Maßnahmen ergriffen und Richtlinien erstellt werden, um so viele Promotoren wie möglich an einem Arbeitsplatz hervorzubringen.

Wenn Sie die eNPS-Methode nutzen, sollten Sie daran denken, dass die gewonnenen Werte nichts über die Gründe aussagen, warum sich Mitarbeiter*innen im Unternehmen wohlfühlen. Wird also nur die eine Frage ohne Folgefragen gestellt, ist es schwierig, herauszufinden, warum Mitarbeiter*innen Sie als Arbeitgeber empfehlen würde und warum nicht. Somit erhalten Sie durch den Einsatz der eNPS-Frage lediglich einen schnellen Überblick. Dies kann ein guter Anfang sein. Um aber wirklich verstehen zu können, welche Gründe dahinter stecken und um geeignete Maßnahmen treffen zu können, sind umfassendere Befragungen erforderlich. Oder zumindest einige Folgefragen ergänzend zur eNPS-Frage.


Download: Mitarbeiterbindung im Wandel – 2019 vs. 2021


Tipps, wie Sie den Employee Net Promoter Score erfolgreich einsetzen

Die Befragung sollte über ein Responsive Design verfügen, damit diese sowohl auf dem Laptop als auch auf dem Smartphone ansprechend aussieht. Eine Verteilung der Umfrage per SMS kann ggf. zu schnelleren Antworten und einer höheren Rücklaufquote führen, da sie direkt beantwortet wird.

Wenn es sich um einen automatisierten Prozess handelt, muss die HR-Abteilung keine Zeit für die Verwaltung der Ergebnisse aufwenden, sondern kann diese direkt an z.B. das Management regionaler Niederlassungen schicken. Dieses kann die eigenen Ergebnisse auf einen Blick mit denen der anderen Niederlassungen vergleichen.
Wie bei allen unternehmensinternen Befragungen ist es wichtig, dass die Mitarbeiter*innen sicher sein können, dass die Antworten vollkommen anonym sind. Eine Alternative ist es, die Verteilung der Befragung über einen Link vorzunehmen, der Hintergrundvariablen, wie beispielsweise Niederlassung oder Abteilung enthält. Eine andere Möglichkeit ist es, den Versand und die Verwaltung der Ergebnisse durch einen externen Anbieter durchführen zu lassen.

Lesen Sie mehr dazu wie Carglass den eNPS für sich entdeckte.


Netigate stellt Ihnen die Instrumente zur Verfügung, die Sie benötigen, um eine erfolgreiche Mitarbeiterbefragung durchzuführen.

Hier können Sie eine Beispielumfrage erstellen oder sich für einen gratis Testaccount registrieren. Oder rufen Sie uns direkt an unter: +49 (0) 69 271 473 820