Worum handelt es sich bei der Mitarbeiterzufriedenheit und was hat die Bedürfnispyramide nach Maslow damit zu tun? Wir beantworten Ihnen diese Fragen in unserem Leitfaden zur Mitarbeiterzufriedenheit und erläutern Ihnen außerdem wie Sie diese messen und welche Maßnahmen Sie ergreifen können.

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Was bedeutet Mitarbeiterzufriedenheit?

Die Mitarbeiterzufriedenheit gibt an wie zufrieden Ihre Mitarbeiter*innen in Ihrem Unternehmen sind. Dazu gehören Bereiche wie das physiologische und psychologische Arbeitsumfeld, die Kommunikation mit dem Management oder das Verhältnis zu den Kolleg*innen.

Damit bildet die Mitarbeiterzufriedenheit die Grundlage für ein hohes Mitarbeiterengagement, da sich nur zufriedene Mitarbeiter*innen auch emotional mit Ihrem Unternehmen verbunden fühlen können. Dies bedeutet jedoch nicht, dass zufriedene Mitarbeiter*innen auch automatisch produktiv sind. Das Engagement der Einzelnen müssen Sie zusätzlich aktiv fördern.

Warum ist die Mitarbeiterzufriedenheit so wichtig?

Zufriedene Mitarbeiter*innen sind motivierter wodurch eine bessere Arbeitsmoral entsteht, welche wiederum zu einer größeren Produktivität und schlussendlich zu einer Gewinnmaximierung für Ihr Unternehmen führen. Unternehmen stellen zudem fest, dass ein hohes Niveau der Mitarbeiterzufriedenheit folgende Vorteile aufweist:

  • Niedrigere Mitarbeiterfluktuation
  • Verringertes Fehlen am Arbeitsplatz
  • Längere Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter*innen
  • Verringerte Kosten für das Anwerben, Einstellen, Einarbeiten und Ausbilden von Mitarbeitern
  • Verbesserte Reputation des Unternehmens.

Der Knackpunkt liegt jedoch bei Ihren unzufriedenen Mitarbeiter*innen. Diese können heutzutage ihre negativen Erfahrungen auf einer Vielzahl von Online-Jobportalen kundtun und so potenzielle Bewerber*innen abschrecken. Durch eine regelmäßige Mitarbeiterbefragung können Sie dem entgegenwirken, indem Sie auf die Kritikpunkte eingehen und eine Verbesserung herbeiführen.


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Wie messen Sie die Mitarbeiterzufriedenheit?

Um Ihre Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern müssen Sie diese zunächst messen. Dafür eignet sich insbesondere die Mitarbeiterbefragung Lösung.

Eine solche Befragung liefert Ihnen eindeutiges und fundiertes Feedback dazu, in welchen Bereichen sich Ihr Unternehmen als Arbeitgeber verbessern sollte. Außerdem erfahren Sie in welchen Bereichen bereits gute Arbeit geleistet wird. Dies stellt die Basis für regelmäßiges Mitarbeiter-Feedback dar und sollte in großen wie in kleineren Unternehmen Ihre Mitarbeitergespräche ergänzen.

Themenbereiche die Sie dabei beispielsweise abfragen können sind:

  • Der Gesamteindruck vom Unternehmen
  • Das physische Arbeitsumfeld
  • Die Serviceeinheiten
  • Das psychologische Arbeitsumfeld und Mitarbeiterbeziehungen
  • Die Arbeitsaufgaben
  • Das Management-Team
  • Die Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Der Informationsfluss
  • Die Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung (eNPS)

Um die Entwicklung Ihrer Mitarbeiterzufriedenheit verfolgen zu können und die Employee Experience zu verstehen, sollten Sie solche Befragungen in regelmäßigen Abständen durchführen. Stellen Sie fest ob Ihre Maßnahmen greifen. Eine gute Möglichkeiten dafür stellen Pulsbefragungen dar, über welche Sie hier mehr erfahren.

Welche Maßnahmen für die Mitarbeiterzufriedenheit lassen sich von der Bedürfnispyramide nach Maslow ableiten?

Maslow stellt in seiner Bedürfnispyramide die Bedürfnisse eines Menschen hierarchisch sortiert dar. Dabei zeigt die unterste Ebene das am dringendsten zu erfüllende Bedürfnis. Es müssen alle Bedürfnisse einer Hierarchie-Ebene befriedigt sein, bevor der Mensch nach der nächst höheren Stufe strebt. Nachfolgend wird die Pyramide dargestellt und die einzelnen Stufen werden kurz erläutert.

Grundlagen zur Bedürfnispyramide

Mitarbeiterzufriedenheit

1.Physiologische Bedürfnisse: Hierzu zählen sogenannte Grundbedürfnisse des Menschen wie Nahrung, Schlaf oder Kleidung.

2. Sicherheitsbedürfnisse: Diese Bedürfnisse sind auf den Schutz vor Gefahren, eine sichere Unterkunft oder Zukunftssicherung bezogen.

3. Soziale Bedürfnisse: Sie beschreiben die Bedürfnisse nach Zugehörigkeit, Zuneigung, Geborgenheit oder Nähe.

4. Individualbedürfnisse: Dazu zählen Bedürfnisse wie die Wünsche nach Erfolg, Stärke, Ansehen, Wertschätzung und Lob.

5. Selbstverwirklichung: Darunter fallen alle Bedürfnisse, die zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit beitragen. Beispielsweise das Ausführen von Hobbys, das Realisieren des eigenen Potentials oder das Ausleben von Kreativität.


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Maßnahmen für die Mitarbeiterzufriedenheit

Die zuvor erläuterten Stufen gelten für jeden Menschen. So auch für Ihre Mitarbeiter*innen. Aus diesen Stufen lassen sich Maßnahmen ableiten, die zur Verbesserung Ihrer Mitarbeiterzufriedenheit beitragen.

Physiologische Bedürfnisse

Auf dieser Stufe geht es im Arbeitsumfeld insbesondere um die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter*innen. Denn gesunde Mitarbeiter*innen sind zufriedener. Zum Erhalt der Gesundheit können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

1.Ergonomischer Arbeitsplatz: Sorgen Sie für einen ergonomischen Arbeitsplatz mit höhenverstellbaren Schreibtischen und Stühlen sowie mit der richtigen Beleuchtung.

2. Gesunde Ernährung: Stellen Sie Ihren Mitarbeiter*innen Obst zur Verfügung, damit sich diese auch bei Stress gesund ernähren können.

3. Sportangebot: Bieten Sie ein internes Sportangebot an oder übernehmen Sie einen Anteil der Kosten für Mitgliedschaften im Sportverein Ihrer Mitarbeiter*innen.

Sicherheitsbedürfnisse

Sie erreichen in Ihrem Unternehmen nur eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit, wenn sich Ihre Mitarbeiter*innen auch sicher fühlen. Dabei geht es insbesondere um die Zukunftssicherheit. Maßnahmen für den Erfolg sind:

4. Unbefristete Arbeitsverträge: Damit zeigen Sie Ihren Mitarbeiter*innen, dass Sie sie gerne länger im Unternehmen halten möchten und nehmen ihnen die Unsicherheit, sich jederzeit nach einem neuen Job umsehen zu müssen.

5. Faire Entlohnung: Zahlen Sie Ihren Mitarbeiter*innen Gehälter, die deren Qualifikationen entsprechen und die Leistung wertschätzend widerspiegeln.

6. Transparente Kommunikation: Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Mitarbeiter*innen stets abgeholt fühlen. Sie möchten über Managemententscheidungen Bescheid wissen, um den zukünftigen Weg Ihres Unternehmens zu kennen.

Soziale Bedürfnisse

Auf die Sicherheit folgt die Beziehung zu den Kolleg*innen. Fühlen sich Ihre Mitarbeiter*innen in ihrem Arbeitsumfeld wohl und ihrem Team zugehörig? Ist dies nicht der Fall, spiegelt es sich negativ in Ihrer Mitarbeiterzufriedenheit wider. Doch dies lässt sich durch die folgenden Maßnahmen einfach ändern:

7. Teambuilding: Dadurch können Sie Zusammengehörigkeit im Team und damit verbunden auch das Vertrauen fördern. Ihre Mitarbeiter*innen lernen sich gegenseitig wertzuschätzen wodurch ein positives Arbeitsklima entsteht.

8. Feedbackgespräche: Sorgen Sie dafür, dass zwischen den Führungskräften und deren Mitarbeiter*innen genügend kommuniziert wird. Dabei sollte das Feedback beidseitig erfolgen und die Führungskraft offen für Kritik und Vorschläge sein.


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Individualbedürfnisse

Alle Ihre Mitarbeiter*innen streben nach Anerkennung. Sorgen Sie dafür, dass sie diese auch erhalten. Maßnahmen, die Sie diesbezüglich ergreifen können sind:

9. Loben: Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter*innen regelmäßig Lob erhalten. Durch den Ausdruck von Wertschätzung von der Führungskraft oder den Kolleg*innen für die geleistete Arbeit fühlen sich Ihre Mitarbeiter*innen bestärkt in ihrem Handeln.

10. Auszeichnungen: Durch das Vergeben von Auszeichnungen können Sie das Bedürfnis nach Anerkennung zusätzlich befriedigen. Gehaltssteigerungen einzelner Mitarbeiter*innen können dabei jedoch kontraproduktiv wirken.

Selbstverwirklichung

Um Ihre Mitarbeiterzufriedenheit hoch zu halten, müssen Sie auch zu der Selbstverwirklichung Ihrer Mitarbeiter*innen beitragen. Diese streben immerhin nicht danach immer die gleiche Arbeit zu erfüllen, sondern sie möchten auch wachsen. Maßnahmen die Sie in diesem Zusammenhang ergreifen könne sind Folgende:

11. Weiterbildungsangebot: Geben Sie Ihren Mitarbeiter*innen durch ausreichende Weiterbildungsangebote die Möglichkeit ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu vertiefen.

12. Aufstiegsmöglichkeiten: Berücksichtigen Sie bei der Belegung neuer Stellen zunächst Ihre Mitarbeiter*innen. Womöglich haben Sie schon die geeignete Person in Ihrem Unternehmen, die bereit ist für eine neue Herausforderung.

Führen Sie regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durch und setzen die 12 Maßnahmen in Ihrem Unternehmen um, können Sie sich einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit sicher sein.


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