Bei Netigate streben wir danach, positiv zum Fortschritt in der Gesellschaft beizutragen sowie Unternehmen und Personen dabei zu unterstützen sich weiterzuentwickeln. Das jüngste Ergebnis dieser Zielsetzung ist das sogenannte „Purpose Project“, eine Untersuchung darüber, wie sich die Mitarbeiterbindung von 2019 bis heute entwickelt hat – und warum.

Geleitet wurde diese Studie von Marit Methi, die als Senior Insight Consultant bei Netigate in Oslo, Norwegen, arbeitet. In diesem Artikel erfahren wir mehr über Marit, ihre Arbeit mit dem Projekt und die wichtigsten Erkenntnisse, die gewonnen wurden.


Sie können den vollständigen Report der Studie hier herunterladen.


Marit Methi

Marit, warum hast du dich für die Leitung des Projekts beworben?
Ich dachte, es könnte eine interessante Herausforderung sein. Seit ich bei Netigate arbeite, wollte ich unsere Feedback-Plattform und die Daten, die wir tagtäglich sammeln, nutzen, um die Gesellschaft sowohl auf beruflicher als auch auf persönlicher Ebene positiv zu beeinflussen. Außerdem sah ich das Projekt als eine Gelegenheit, mal etwas ganz anderes zu machen!

Erzähl uns mehr über deine Arbeit an dem Projekt.
Zuerst musste ich mich für ein konkretes Thema entscheiden. Ich wollte mehr darüber herausfinden, wie sich die COVID-19-Pandemie auf den Arbeitsplatz ausgewirkt hat. Mein Ziel war es, zu untersuchen, wie sich die Mitarbeiterbindung vor der Pandemie bis heute entwickelt hat. Der nächste Schritt bestand darin, zu planen, wie ich das herausfinden kann und das führte wiederum zu zwei Prozessen.

Der erste Teil beinhaltete eine detaillierte Analyse der Daten von Unternehmen, die die Netigate-Software seit 2019 bis heute genutzt haben. Ich berücksichtigte Daten von insgesamt 274 Unternehmen unterschiedlicher Länder und Branchen und erhielt über 200.000 eNPS-Antworten.

In der zweiten Phase befragte ich HR-ManagerInnen und Führungskräfte in ganz Europa. Ich wollte deren Erkenntnisse darüber gewinnen, wie sich die Pandemie auf den Arbeitsplatz in ihrem Unternehmen und ihrer Branche ausgewirkt hat. Alle Erfahrungen und Ansichten können im vollständigen Report nachgelesen werden.

Was waren die wichtigsten Erkenntnisse, die du gewinnen konntest?
Es gibt drei zentrale Erkenntnisse: Die erste ist, dass das Coronavirus im Jahr 2020 zu einer massiven wirtschaftlichen Instabilität geführt hat. Unsere Forschung zeigt, dass die Loyalität der MitarbeiterInnen gegenüber den ArbeitgeberInnen in dieser Zeit – im Vergleich zu 2019 – gestiegen ist. Bis jetzt, im Jahr 2021, bleibt die Loyalität der MitarbeiterInnen auf einem hohen Niveau stabil.

Die zweite wichtige Erkenntnis bezieht sich darauf, was die Loyalität von MitarbeiterInnen antreibt. Die Untersuchung zeigt, dass sie mit der Führung, den Arbeitsaufgaben, den persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten sowie mit der Klarheit über die Visionen und Ziele des Unternehmens zusammenhängt.

Schließlich habe ich auch herausgefunden, dass Unternehmen, die mindestens einmal im Jahr Mitarbeiterbefragungen durchführen, tendenziell höhere Net Promoter Scores ihrer MitarbeiterInnen aufweisen als Unternehmen, die nie oder seltener Mitarbeiterbefragungen durchführen.


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Wie kann dein Forschungsprojekt Unternehmen helfen, in Zukunft noch bessere Entscheidungen zu treffen?
Die Loyalität der MitarbeiterInnen hat einen signifikanten und weitreichenden Einfluss auf eine Organisation. Untersuchungen zeigen, dass loyale MitarbeiterInnen produktiver und motivierter sind und letztlich zu geringeren Kosten und höheren Gewinnen führen. Ihre Zufriedenheit hat einen direkten Einfluss auf die Kundenzufriedenheit.

Angefangen bei der Frage, was die Mitarbeiterbindung zwischen 2019 und 2021 antreibt, bis hin zu Experteneinblicken zu diesem Thema, ist der Report dieser Studie für alle Unternehmen wertvoll, die ihre Mitarbeitererfahrung verbessern und verstehen möchten.